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Vertrauen Sie Ihrem E-Mail-Dienst? Hier erfahren Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie sich für einen vertrauenswürdigen Dienst entscheiden.

E-Mail ist das Tor zu Ihrer Online-Identität. Die Wahl des richtigen Dienstes ist daher entscheidend.

2020-05-05
E-Mail-Konten enthalten hochsensible Daten: Informationen von der Bank, Social-Media-Logins, persönliche E-Mails - eine Menge Informationen werden in jedermanns Mailbox gespeichert. Da Datenlecks und Identitätsdiebstahl die größten Online-Bedrohungen darstellen, ist es entscheidend, die Wahl Ihres E-Mail-Services zu überprüfen und einen sicheren E-Mail-Anbieter auszuwählen, dem Sie vertrauen können. In diesem Blogbeitrag erklären wir, worauf es bei einem verrtauenswürdigen E-Mail-Service ankommt.

Ein E-Mail-Service, dem Sie vertrauen können

Ihre E-Mail-Adresse ist das Tor zu Ihrer Online-Identität. Wenn Sie online sicher unterwegs sein möchten, müssen Sie einen E-Mail-Dienst wählen, dem Sie vertrauen können.

Nachteile von Mainstream-E-Mail-Services

Google scannt alle Ihre E-Mails

Google - wie auch alle anderen großen E-Mail-Dienste - scannt alle Ihre E-Mails. Dies ist einfach umzusetzen, da 99% der über die Mainstream-Dienste versandten E-Mails nicht durchgehend verschlüsselt sind.

Google verspricht zwar, Ihre E-Mails nicht mehr für den Zweck der personalisierten Werbung zu scannen, aber dies könnte auch nur eine Marketing-Maßnahme sein, was wiederum noch mehr Gründe liefern würde, Gmail zu verlassen. Auch wenn Google die gescannten Informationen möglicherweise nicht für personalisierte Werbung verwendet, bleibt doch die Möglichkeit, alle E-Mails zu scannen. Und allein das sollte zu Bedenken geben.

Das No-Scan-Versprechen könnte außerdem so enden, wie das Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsprojekt von Google: im Limbo.

Noch schlimmer ist, dass Google seit letztem Jahr AMP in Gmail unterstützt, nicht weil es Ihnen etwas nutzt oder um die Geschwindigkeit zu erhöhen, sondern um Ihre Mailbox in eine Plattform für Vermarkter zu verwandeln, um seinen zahlenden Kunden - sprich Unternehmen - weitere Werbemöglichkeiten anzubieten.

Das Bezahlen mit Daten

Das Problem - nicht nur bei Gmail, sondern bei fast jedem E-Mail-Dienst - ist folgendes: Sie speichern auf den Servern dieses E-Mail-Dienstes Daten, die Ihnen nicht gehören: gesendete und empfangene E-Mails, Kontaktdaten und mehr.

Das ist die Grundlage jedes kostenlosen E-Mail-Dienstes: Sie bezahlen mit Ihren Daten - sowie mit Daten von anderen(!) - für den Erhalt eines scheinbar kostenlosen Dienstes. Doch Daten sind in Zeiten von Big Data und KI das neue Gold. Ihre Daten sind eine immense Einnahmequelle für Google, Yahoo und Outlook.

Obwohl Sie diese Dienste nicht direkt bezahlen, bezahlen Sie, indem Ihnen Werbung gezeigt wird, die Sie dazu bringt, Dinge zu kaufen, die Sie nicht unbedingt brauchen oder die Sie ohne das permanente Werbebombardement nicht zu diesem Preis gekauft hätten.

Übererfassung von Daten

E-Mail-Dienste neigen auch dazu, viel mehr Daten zu erfassen, als bei der Registrierung notwendig wäre. Ein deutscher Podcast erklärt eindrücklich, dass ein E-Mail-Dienst zur Registrierung eines neuen Benutzers lediglich eine E-Mail-Adresse und ein Passwort benötigt. Wenn dies der Fall ist, können Sie diesen Dienst sogar für anonyme E-Mails nutzen.

Dennoch fragen viele Anbieter nach "vollständigem Namen, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer und so weiter".

Voraussetzungen, um einem E-Mail-Service zu vertrauen

Um sicherzustellen, dass Sie einem E-Mail-Service vertrauen können, sollten Sie Folgendes überprüfen:

  • Bei der Anmeldung werden keine persönlichen Informationen abgefragt.

  • Suchen Sie in der Datenschutzerklärung nach dem Begriff 'teilen'. Wenn das Unternehmen Ihre Daten teilt, sollte es sehr genau angeben, welche Daten geteilt werden und für welche Zwecke genau. Wenn die Datenschutzerklärung nicht präzise ist oder angibt, dass Daten an Werbe- oder Marketingunternehmen weitergegeben werden, ist der E-Mail-Dienst Ihr Vertrauen nicht wert.

  • Testen Sie die Qualität der TLS-Verschlüsselung Ihres E-Mail-Providers.

  • So viele Daten wie möglich müssen verschlüsselt gespeichert werden, um zu gewährleisten, dass der E-Mail-Service Ihre Daten nicht verwenden oder missbrauchen kann.

  • Schlussendlich ist Open Source entscheidend: Damit Sie der Verschlüsselung Ihres E-Mail-Providers vertrauen können, prüfen Sie, dass alle E-Mail-Clients des Services als Open Source veröffentlicht werden.

Vergleich der E-Mail-Dienste

Um zu prüfen, inwieweit Sie einem E-Mail-Anbieter vertrauen können, müssen Sie die Datenschutzerklärungen und die Verschlüsselung wie oben beschrieben vergleichen.

Stellen Sie außerdem sicher, dass der E-Mail-Service seinen Sitz in Europa hat. Seit der strengen Datenschutzverordnung DSGVO ist der Serverstandort für einen vertrauenswürdigen E-Mail-Dienst sehr wichtig geworden. Um sicherzustellen, dass Ihr E-Mail-Dienst DSGVO-konform ist, empfiehlt es sich nach einem Anbieter mit Sitz in Europa Ausschau zu halten. Die gute Nachricht ist: Selbst wenn Sie nicht in Europa leben, ist es sehr wahrscheinlich, dass für Ihre Daten die gleichen Datenschutzbestimmungen gelten, da die meisten europäischen Dienste nicht unterscheiden, woher ihre Nutzer kommen - wenn sie es überhaupt wissen.

Um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern, welche E-Mail-Services vertrauenswürdig sind, haben wir einen detaillierten E-Mail-Vergleich zusammengestellt.


Vielen Dank

Wir bei Tutanota haben unsere Nutzer kürzlich gefragt, ob sie der Meinung sind, dass Tutanota sicher und privatsphärefreundlich ist. Das Vertrauen, das uns entgegengebracht wird, ist ausgezeichnet. Vielen Dank. 🙂

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